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Freiheitsfonds - Raus aus der JVA

Wir kaufen Gefangene frei

Kein Fahrschein? Knast!

Fahren ohne Fahrschein ist in Deutschland eine Straftat. Tausende Menschen landen jedes Jahr im Gefängnis, weil sie sich kein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr leisten konnten. Bis zu ein Jahr sitzen die Leute in Haft. Die Betroffenen sind überwiegend arbeitslos (87%), ohne festen Wohnsitz (15%) und suizidgefährdet (15%).

Der Straftatbestand wurde 1935 von den Nazis eingeführt. Bis heute werden dadurch Menschen fürs Fahren ohne Fahrschein häufig härter bestraft als z.B. Menschen, die angetrunken Auto fahren.

Niemand darf wegen fehlender Tickets in Haft landen! Deswegen fordern wir, dass §265a StGB von 1935 gekippt wird. Fahren ohne Fahrschein muss entkriminalisiert und langfristig eine kostenlose Nutzung des ÖPNV ermöglicht werden! Außerdem müssen Verkehrsunternehmen aufhören, Menschen zu verfolgen, die ohne Fahrschein fahren. Mehr Infos dazu bei FragDenStaat.

Für 2023 hat Justizminister Marco Buschmann mehrfach eine Reform von §265a StGB angekündigt und das Jahr der Strafrechtsreform ausgerufen – bislang hat er aber nicht gehandelt. Eine Reform unterstützen mehr als zwei Drittel der Bevölkerung (69%) und Mehrheiten gibt es bei Anhänger*innen aller Parteien. Auch SPD und Grüne unterstützen eine Entkriminalisierung. Die Bundesregierung muss jetzt handeln!

Aber wir warten nicht auf die Politik. Die Initiative Freiheitsfonds befreit deutschlandweit Menschen aus dem Gefängnis, die wegen "Fahren ohne Fahrschein" hinter Gittern sind. Und weil jeder aufgelöste Hafttag den Steuerzahler*innen rund 200 Euro kostet, sparen wir dem Staat sogar noch etwas.

793.881,13€

Strafen durch den Freiheitsfonds bezahlt seit Dezember 2021

  • 911 Personen freigekauft
  • 166 Haftjahre aufgelöst
  • 793K Euro investiert
  • 12,9M Euro Kosten gespart

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Verwendungszweck: Freiheitsfonds

Du kommst aus dem Gefängnis frei

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Mehr Infos

Viele weitere Initiativen arbeiten zu Fahren ohne Fahrschein und Ersatzfreiheitsstrafen.

  • Logo des Bündnis zur Abschaffung der Ersatzfreiheitsstrafe

    Bündnis zur Abschaffung der Ersatzfreiheitsstrafe

    Teil des Bündnis sind unter Anderem #BVGWeilWirUnsFürchten, EXIT-EnterLife e.V.,Ihr Seid Keine Sicherheit, Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V., Tatort Zukunft e.V., AG Straße Linke Neuköln, BASTA Erwerbsloseninitiative, Kritische Jurist*innen der FU Berlin, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e.V.

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  • Logo des Justice Collective

    Justice Collective

    Das Justice Collective ist ein Netzwerk aus Aktivist*innen, das internationale Bewegungen verbindet und aktiv gegen Überwachung, Bestrafung und Freiheitsentzug arbeitet - für eine Gesellschaft, die Gerechtigkeit über Gefängnisse stellt.

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  • Logo der Gefangenengewerkschaft

    Gefangenen-Gewerkschaft

    Die Gefangenen-Gewerkschaft steht für gelebte Solidarität unter allen inhaftierten Arbeiter*innen und Arbeitslosen und fordert unter Anderem Mindestlohn, Rentenversicherung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Kündigungsschutz.

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  • Logo der Naturfreundejugend

    Naturfreundejugend

    Gruppe "Entknastung": Entknastung bedeutet den Rückbau von Gefängnissen aus der Gesellschaft.

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  • Logo der Berliner Obdachlosenhilfe

    Berliner Obdachlosenhilfe

    Die Berliner Obdachlosenhilfe e.V. versorgt mehrmals wöchentlich obdachlose und bedürftige Menschen mit warmen Mahlzeiten, Kleidung, Schlafsäcken und Isomatten. Sie beraten zu Ärzten, Notunterkünften, Suppenküchen, Entzugseinrichtungen, Psychiatrien.

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  • Logo des Lichtblick

    der lichtblick

    Der Lichtblick ist Deutschlands auflagenstärkste und unzensierte Gefangenenzeitung. Er versteht sich als Sprachrohr der Gefangenen: Er macht auf Missstände aufmerksam und kämpft für einen humanen, sozialstaatlichen und wissensbasierten Strafvollzug.

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